Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.

 

 

 

 

 

 

              Biologische Stechmückenbekämpfung am Oberrhein

 
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» Aktuelles » Aktuelles von der KABS e.V.
Aktualisiert: 29.07.2020 

Herzlich willkommen bei der KABS e.V.

Die KABS (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage) e.V. ist ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. Ziel war und ist es, die "Schnakenplage" im Bereich der Oberrheinebene unter Schonung der Umwelt mit ökologisch vertretbaren Maßnahmen einzudämmen. "Schnake" ist der im Einsatzgebiet der KABS e.V. mundartlich gebräuchliche Ausdruck für Stechmücken (Culicidae).

Da für die Anwendung moderner biologischer und umweltschonender Methoden zur Stechmückenbekämpfung ein umfangreiches Fachwissen erforderlich ist, werden von der KABS e.V. neben der praktischen Bekämpfungsarbeit wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt. Die Forschungsarbeiten werden überwiegend in den KABS-eigenen Laboratorien im Rahmen von Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten sowie von den Wissenschaftlern der KABS e.V. in Zusammenarbeit mit kooperierenden Universitäten vorgenommen.

Aktuelles 

Blutsaugende Stechmücke29.07.2020 Keine Übertragung von SARS-Co V-2 durch Stechmücken
Jüngste Untersuchungen von Wissenschaftlern der Universität Kansas (USA) haben eindeutig gezeigt, dass das SARS-Co-V-2-Virus nicht von Stechmücken übertragen werden kann.
In der Untersuchung wurden drei der wichtigsten und weit verbreiteten Vektoren für Arboviren (Viren, die durch Arthropoden, u.a. Insekten, übertragen werden) Aedes aegypti (Gelbfiebermücke), Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) und Culex quinquefasciatus verwendet. Die Asiatische Tigermücke kommt lokal an mehreren Stellen im Oberrheingebiet vor, das einheimische Pendant zu Culex quinquefasciatus wäre die Hausmücke Culex pipiens, die weit verbreitet in Deutschland auftritt. Die drei Stechmückenarten wurden im Labor mit dem SARS-Virus infiziert und die Virusentwicklung innerhalb der Versuchstiere beobachtet.
Die Ergebnisse waren eindeutig. Das SARS-Co-V-2-Virus konnte sich in keiner der Stechmückenarten vermehren und damit auch nicht das Virus übertragen. Das heißt konkret, dass selbst wenn eine Stechmücke Blut von einer infizierten Person saugt, kann es zu keiner Übertragung des Virus auf eine weitere Person kommen.

Schöfprobe von Stechmückenlarven03.07.2020 Bekämpfungsrelevantes Rheinhochwasser
In der letzten Hälfte des Monats Juni kam es zu zwei kleinen Anstiegen des Rheinpegels und dadurch in einigen Bereichen des KABS-Gebietes zu bekämpfungsrelevanten Überschwemmungen von Stechmückenbrutstätten. Je nach Höhenlage der Stechmückenbrutstätten wurde der bekämpfungsrelevante Pegel um bis zu einem Meter überschritten, was zu einem Massenschlupf von Stechmückenlarven führte. In einigen Bereichen kam es jedoch nur zu sehr geringfügigen Überflutungen, so dass es hier zu einem Austrocknen vieler Brutstätten und Absterben der Stechmückenlarven ohne biologische Bekämpfungsmaßnahmen kam. Rund eine Woche nach der letzten Bekämpfungsphase wurde Anfang Juli der bekämpfungsrelevante Pegel erneut überschritten, wobei der Wasserhöchststand der aktuellen Hochwasserwelle etwa dem der vorangegangenen Welle entsprach. Da hierbei wieder nur dieselben Stechmückenbrutstätten bzw. Eiablagehorizonte innerhalb kurzer Zeit überflutet wurden, fielen der Schlupf der Stechmückenbrut und die Größe der bekämpfungsrelevanten Wasserflächen erwartungsgemäß deutlich geringer aus. Dies spiegelt das Konzept der von der KABS praktizierten ökologischen Bekämpfungsstrategie wieder, bei der nicht automatisch bei Auftreten von Stechmückenlarven, sondern erst nach dem Überschreiten gewisser Schwellenwerte eine biologische Bekämpfung erfolgt.

Auwald07.04.2020 Abschluss und Fazit der Waldmückenbekämpfung
Im Vergleich zu 2018 und 2019 waren in diesem Jahr die Brutareale der Waldstechmücken in einigen Gebieten deutlich grö ßer überschwemmt. Weiterhin führten starke Niederschläge Anfang März auch am Rhein zu einer Hochwassersituation und zum ersten Schlupf von Überschwemmungsstechmücken im Rheinvorland. Vielerorts trockneten die Flächen in der Folgezeit wieder ab, in einigen Bereichen mussten jedoch aufgrund der warmen Witterungsverhältnisse im Zuge der Waldstechmückenbekämpfung auch Brutstätten entlang des Rheins mitbehandelt werden. Die ausführliche Zusammenfassung und das Fazit der Waldstechmückenbekämpfung des wissenschaftlichen Direktors der KABS finden Sie im Pressebereich.

Logo der Maskenengel06.04.2020 Dank an die Maskenengel
Die KABS bedankt sich herzlich bei den vielen fleißigen Helferinnen der Maskenengel, eine Gruppe von Frauen in der Pfalz, die kostenlos für soziale Einrichtungen Schutzmasken nähen und auch die Mitarbeiter der KABS unterstützten. Hierfür unser herzlicher Dank.

Waldschnakenbrutstaette26.03.2020 Start der Stechmückensaison
Seit einigen Tagen sind die Mitarbeiter der KABS wieder in den versumpften Wäldern der Oberrheinebene unterwegs. In diesen bis zu 20 Kilometer vom Rhein entfernten Wäldern mit hochanstehendem Grundwasser sind zeitig im Frühjahr die ersten bekämpfungsrelevanten Stechmückenlarven des Jahres geschlüpft. Diese zu den verschiedenen Arten der sogenannten "Waldmücken" gehörenden Larven entwickeln sich aufgrund der kühlen Frühjahrswitterung nur langsam, die fertigen Fluginsekten treten daher erst gegen Ende April plageerregend auf.

Presse15.03.2020 Mitteilung der KABS an Vertreter der Presse
Die KABS bittet die Vertreterinnen und Vertreter der lokalen und überregionalen Presse, der Radio- und TV-Sender um Verständnis, dass aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation bis auf Weiteres sämtliche direkten Kontakte zu Journalistinnen und Journalisten eingestellt werden. Die ausführliche Mitteilung des wissenschaftlichen Direktors der KABS an die Vertreter der Presse finden Sie im Pressebereich.

Kabs Zentrale Speyer08.03.2020 Saisonvorbereitungstreffen 2020
Mit dem jährlichen Saisonvorbereitungstreffen startete die KABS am 5. März in das Bekämpfungsjahr 2020. Hierbei werden positive und negative Erfahrungen aus dem letzten Jahr ausgetauscht, neue Mitarbeiter vorgestellt und die weitere Vorgehensweise für das laufende Jahr besprochen. Insbesondere wurden wichtige Neuerungen am Web-GIS, einer Internetschnittstelle zur Vorgabe der Flächen für die Hubschrauberbekämpfung, sowie ein neues Applikationssystem des Hubschraubers vorgestellt.

KABS Logo28.02.2020 Neuer wissenschaftlicher Direktor
Mit vergangenem Jahreswechsel und der Verabschiedung des langjährigen Wissenschaftlichen Direktors Dr. Norbert Becker wurde die Gesamtleitung und Organisation der biologischen Stechmückenbekämpfung an Dipl. Biol. Dirk Reichle, den neuen wissenschaftlichen Direktor der KABS e.V. übergeben. Dirk Reichle war zuvor seit 32 Jahren bei der KABS e.V. vor allem als Regionalleiter Hessen und seit 2019 als stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor tätig. Neue stellvertretende Wissenschaftliche Direktoren werden die langjährigen KABS-Mitarbeiter Dr. Andreas Arnold und Dipl. Biol. Thomas Weitzel.

KABS Logo11.02.2020 Nachruf
Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V. trauert um ihren langjährigen Vizepräsidenten und Verwaltungsdirektor Bürgermeister i. R. Hans Wirnshofer, der nach langer Krankheit verstorben ist. Über Jahrzehnte hat er sich mit großer Leidenschaft und mit Weitsicht für die Schnakenbekämpfung im Interesse der betroffenen Menschen unserer Region mit Erfolg eingesetzt. Seiner Familie gilt unsere Anteilnahmen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Für die KABS, Hartwig Rihm, Präsident

KABS Logo08.02.2020 Jahreshauptversammlung der KABS e.V.
Am 29. Januar fand in Germersheim die Jahreshauptversammlung der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS) statt. Neben dem Rückblick auf die Saison 2019 stand vor allem die Verabschiedung des langjährigen Wissenschaftlichen Direktors PD Dr. Norbert Becker im Mittelpunkt der Veranstaltung. PD Dr. Norbert Becker war 43 Jahre, davon 39 Jahre als Wissenschaftlicher Direktor, bei der KABS beschäftigt. Er hat maßgeblich das Gesicht der KABS im Bereich Wissenschaft und biologischer Bekämpfung national wie international geprägt. Der Präsident der KABS Hartwig Rihm sowie der Ehrenpräsident Dr. Paul Schädler würdigten diese Verdienste in einer Laudatio.

 

 

 

 

 
 

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