Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.

 

 

 

 

 

 

              Biologische Stechmückenbekämpfung am Oberrhein

 
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Aktualisiert: 21.04.2016  

Was ist die KABS e.V.?

Die KABS (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage) e.V. ist ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. "Schnake" ist der im Einsatzgebiet der KABS e.V. mundartlich gebräuchliche Ausdruck für Stechmücken (Culicidae). Die Aufgabenstellung und die Grundsätze ihres Handelns haben die Mitglieder in einer Satzung niedergelegt. Die entscheidene Bestimmung in § 2 Abs. 1 der Satzung lautet:

 

"Die Aktionsgemeinschaft will die Schnakenplage im Bereich der Oberrheinebene unter Schonung der Umwelt mit ökologisch vertretbaren Maßnahmen eindämmen, soweit die erforderlichen Mittel aufgebracht werden."

 

Für die Mitarbeiter der KABS e.V. war die Anwendung umweltschonender Bekämpfungsmethoden und -strategien und der Einsatz umweltverträglicher Materialien schon immer eine Selbstverständlichkeit. Ein großer Teil der wissenschaftlichen Arbeit, die bei der Aktionsgemeinschaft betrieben wird, aber auch der praktischen Arbeit, war und ist diesem Ziel gewidmet. Da für die Anwendung moderner biologischer und umweltschonender Methoden zur Stechmückenbekämpfung ein umfangreiches Fachwissen erforderlich ist, arbeitet die KABS e.V. mit dem Institut für Dipterologie (IfD) zusammen. Dadurch wird sowohl Forschungsarbeit als auch internationaler Erfahrungsaustausch ermöglicht.

 

Stechmücke der Gattung Anopheles beim BlutsaugenBei der Gründungsversammlung am 11. März 1976 in Philippsburg erklärten 20 Körperschaften (Städte, Gemeinden, Landkreise - aus den Landkreisen Gemersheim, Karlsruhe, Ludwigshafen, dem Rhein-Neckar-Kreis sowie dem Landkreis Südliche Weinstraße) ihren Beitritt. Weitere 13 Gemeinden aus den genannten Landkreisen sowie die Stadt Speyer traten noch 1976 und 1977 dem Bündnis bei. Bis zum Jahr 1984 erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 45 Vollmitglieder und drei fördernde Mitglieder.

Heute gehören der KABS 99 Gebietskörperschaften (97 Gemeinden und Landkreise sowie die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz) an. Das Gebiet der KABS reicht somit von Bingen bzw. dem Rheingau im Norden bis zu den Gemeinden am Kaiserstuhl im Süden. Damit sind alle Rheinanliegergemeinden Mitglied in der KABS, so dass alle relevanten Brutgebiete bekämpft werden können und keine Stechmücken von unbekämpften Gebieten in die Mitgliedsgemeinden einwandern können. Von Anfang an wurde wegen der Wanderfreudigkeit der „Rheinschnaken“ auch sehr eng mit dem Elsass kooperiert. Die Bundesländer sind wiederum Mitglieder der KABS geworden, weil im Rahmen des Hochwasserschutzes und der damit verbundenen Einrichtung von Retentionsräumen (u.a. Poldern) die ordnungsgemäße Stechmückenbekämpfung laut Planfeststellungsverfahren gewährleistet sein muss. Insgesamt leben im KABS-Gebiet 2,7 Millionen Menschen, die vor Stechmückenplagen verschont werden.

 

Die Arbeit der KABS e.V. wird ausschließlich durch die Mitglieder finanziert. Der finanzielle Beitrag eines jeden Mitglieds wird zunächst als gestaffelte Umlage nach der jeweiligen Zahl der Einwohner berechnet. Er beträgt für kleinere Gemeinden bis zu 1.500 Einwohnern 6.000 Euro, für mittelgroße bis zu 10.000 Einwohnern 24.000 Euro sowie für Großstädte über 100.000 Einwohnern 87.000 Euro pro Jahr. Landkreise zahlen 30.000 Euro und die Länder 53.000 Euro pro Jahr. Insgesamt beträgt der Etat somit etwa 3,5 Millionen Euro/Jahr und damit im Durchschnitt 1,30 Euro/Einwohner/Jahr.

Darüber hinaus werden die Kosten örtlicher Bekämpfungsmaßnahmen von jährlich etwa 400.000 Euro denjenigen Mitgliedern zur Finanzierung übertragen, in deren Gemarkungsgebiet diese Kosten anfallen.

 

Dabei kommen die Vorteile der Arbeit der KABS e.V. auch solchen Gemeinden mit ihren Bürgern zugute, die nicht Mitglied der Aktionsgemeinschaft sind und deshalb keine Beitrag zu den Kosten erbringen, die aufgebracht werden müssen, um die Menschen in der Nähe des Rheins vor Stechmückenplagen zu bewahren. So wandern "Rheinschnaken" bei Überpopulation auf der Suche nach einer Blutmahlzeit bis zu zwanzig Kilometer vom Brutgebiet weg.

Nur in wenigen Fällen sind Gemeinden in der "zweiten Reihe" Mitglieder und dies auch nur dann, wenn es in ihrer Gemarkung Vorkommen von Waldschnaken und damit einen eigenen Bekämpfungsbedarf gibt.

 

 

Informationen zur Gechichte der KABS e.V. und der Stechmückenbekämpfung am Oberrhein finden Sie hier >>

 

 

 Anflugkontrolle mit über 200 Rheinschnaken auf einem für zwei Minuten exponierten Arm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

KABS e.V.  -  Biologische Stechmückenbekämpfung am Oberrhein