Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.

 

 

 

 

 

 

              Biologische Stechmückenbekämpfung am Oberrhein

 
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Aktualisiert: 14.05.2015   

"Schnaken" und Schnaken (Tipulidae)

Das aus dem spätmittelhochdeutsch stammenden Wort "Schnake" ist der im Einsatzgebiet der KABS e.V. mundartlich gebräuchliche Ausdruck für Stechmücken (Culicidae). In vielen Dialektgruppen Süddeutschlands findet man auch den Ausdruck "Schnooge" oder wie in manchen Bereichen der Schweiz auch "Stanzen". In großen Teilen Österreichs werden Stechmücken als "Gelsen" bezeichnet.


Wissenschaftlich versteht man unter Schnaken jedoch nicht die von der KABS e.V. bekämpften Stechmücken (Culicidae), sondern eine andere Familie der Insekten, die Tipulidae. KohlschnakeDie meist mittelgroßen bis großen Schnaken (Tipulidae) erkennt man an ihren außerordentlich langen Beinen und einer V-förmigen Zeichnung auf dem Rücken des Brustabschnittes. Schon alleine wegen ihrer Größe, stellen Schnaken (Tipulidae) eine wichtige Nahrungsgrundlagen für Fische, Vögel, Fledermäuse, Spinnen und räuberische Insekten dar.
Trotz ihrer teilweise als beängstigend empfundenen Körpergröße (z.B. Tipula maxima, bis 40 mm) und dem am Hinterleib der Weibchen spitz zulaufenden Legebohrer sind es harmlose Insekten.

So saugen Schnaken (Tipulidae) im Gegensatz zu den Stechmücken (Culicidae) kein Blut, sondern ernähren sich aufgrund ihrer sehr weichen Mundwerkzeuge lediglich von freiliegenden Pflanzensäften und Wasser. Insgesamt nehmen die meist dämmerungsaktiven Fluginsekten während ihrer kurzen Lebensdauer nur wenig Nahrung auf.

Ihre walzenförmigen Larven besiedeln sehr unterschiedliche terrestrische oder aquatische Lebensräume und ernähren sich von Detritus, Pflanzen oder als Räuber. Vor allem in Wiesen und Ackergelände treten manche Arten bei Massenvermehrung durch Wurzelfraß als Kulturschädling in Erscheinung.

 

Von den weltweit etwa 4000 Arten der Schnaken (Tipulidae), leben 138 in Deutschland. Einer der schönsten davon ist die Art Nephrotoma flavescens. Diese ist gelb und schwarz gezeichnet, auf dem Hinterleib befindet sich eine aus schwarzen Flecken gebildete Mittellinie. Aufgrund dieser markanten Färbung wird sie auch als Tigerschnake bezeichnet, was wiederum zu Verwechslungen mit der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) führen kann, welche jedoch zu den Stechmücken (Culicidae) gehört. Während die Asiatische Tigermücke erst seit einigen Jahren in Deutschland zu finden ist, ist die Tigerschnake in Deutschland eine häufig anzutreffende Insektenart. Ihre Larven leben im Boden und fressen an Wurzeln, die erwachsenen bis zu 18 mm großen Tiere fliegen von Mai bis August auf Wiesen und in Wäldern.

 

Tigerschnake

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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